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Pressemitteilung der Taskforce „Schwabinger Kunstfund“ vom 21.November 2013

Berlin, 21. November 2013
Pressemitteilung der Taskforce „Schwabinger Kunstfund“
Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel

Am heutigen Donnerstagabend hat die Staatsanwaltschaft Augsburg weitere Werke des sog. „Schwabinger Kunstfundes“ bei der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste in Magdeburg gemeldet. Abbildungen der von der Meldung umfassten Werke werden mit dazugehöriger Dokumentation ab heute fortlaufend in der Internetdatenbank www.lostart.de veröffentlicht. Hierbei handelt es sich zunächst um zahlreiche Graphiken der Künstler Edvard Munch, Max Liebermann und Henri de Toulouse-Lautrec. Hinweise auf Arbeiten dieser Künstler finden sich in den Unterlagen des Kunsthändlers Hildebrandt Gurlitt, die unter anderem Geschäftsbücher aus den Jahren 1937 bis 1945 umfassen. Ob die dort erwähnten mit den nun aufgefundenen Werken übereinstimmen und ob es sich um NS-verfolgungsbedingt entzogene Kunst handelt, wird nun im Rahmen der Provenienzrecherche zu klären sein. Für die Staatsanwaltschaft Augsburg besteht insoweit Bedarf an weiterer Aufklärung, wozu die Einstellung der Werke durch die Staatsanwaltschaft Augsburg auf lostart beitragen soll. Hildebrandt Gurlitt war der Vater von Cornelius Gurlitt, in dessen Wohnung die Kunstwerke in München/Schwabing gefunden wurden.

Die Webseite www.lostart.de ist die zentrale Serviceeinrichtung von Bund und Ländern zur Dokumentation von Kulturgutverlusten während der NS-Zeit und von entsprechenden Fundmeldungen.

Kontakt:

Taskforce „Schwabinger Kunstfund“
Geschwister- Scholl-Str.6
10117 Berlin
Fax: 030 266426932
Email: office@taskforce-kunstfund.de

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