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Lost Art


TASKFORCE "Schwabinger Kunstfund" gibt Besetzung bekannt

Pressemitteilung der TASKFORCE "Schwabinger Kunstfund" vom 28.01.2014

Die Anlaufphase der TASKFORCE „Schwabinger Kunstfund“ und die intensiven Vorarbeiten zur Veröffentlichung eines Teilbestandes der in der Wohnung von Cornelius Gurlitt beschlagnahmten Kunstwerke wie z.B. Registrierung und erste Sichtung sind nunmehr abgeschlossen. Bereits 458 Objekte - Gemälde, Zeichnungen und Graphiken - sind auf der Website www.lostart.de veröffentlicht, um unter Einbeziehung der Öffentlichkeit die Provenienz der Bilder klären zu können. Bei diesen Werken kann nach derzeitigem Stand ein NS-verfolgungsbedingter Entzug (sog. „Raubkunst“)nicht ausgeschlossen werden.

Nachdem nun auch sämtliche Formalitäten zur Besetzung der Taskforce erfolgreich abgeschlossen werden konnten, erklärte die Leiterin der TASKFORCE, Frau Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel: „Für die breite, auch internationale Unterstützung unserer Arbeit bin ich sehr dankbar. Die Besetzung mit national und international ausgewiesenen Expertinnen und Experten ist Garant für die Objektivität und das hohe wissenschaftliche Niveau unserer Arbeit.“

Die TASKFORCE wurde von der Bundesregierung und der Regierung des Freistaates Bayern eingesetzt. Sie begleitet und unterstützt die im Zuge des Amtshilfeverfahrens für die Staatsanwaltschaft Augsburg durchzuführenden Recherchen. Sie klärt Herkunft und Erwerbungsumständen der Kunstgegenstände, die sich in der Wohnung von Herrn Cornelius Gurlitt befanden und für die ein NS-verfolgungsbedingter Entzug nicht auszuschließen ist.

Die TASKFORCE kann sich bei ihren Recherchen zusätzlich auf ein weit verzweigtes Netzwerk von Provenienzforscherinnen und -forschern und weiteren Spezialisten stützen, die sich in den vergangenen Jahren intensiv mit der Suche nach NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut beschäftigt haben. Nach Abschluss der Recherchearbeiten zur sog. „Raubkunst“ wird durch die TASKFORCE auch die Provenienz der Werke recherchiert, die in Zusammenhang mit der vom NS-Regime in den Jahren 1937/38 durchgeführten Aktion „Entartete Kunst“ stehen. Dabei waren Werke der von den Nationalsozialisten verfemter Künstlerinnen und Künstler vornehmlich des Expressionismus, der Neuen Sachlichkeit und des Dadaismus aus öffentlichen Sammlungen und Museen entfernt worden.

Mitglieder der TASKFORCE „Schwabinger Kunstfund“

Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel
Leiterin der Taskforce Abteilungsleiterin Kultur a. D. beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Dr. Uwe Hartmann
wissenschaftlicher Koordinator der TASKFORCE Leiter der Arbeitsstelle für Provenienzforschung beim Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Dr. Meike Hoffmann
bestellte Gutachterin der Augsburger Staatsanwaltschaft Projektkoordinatorin der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ am Kunsthistorischen Institut, Freie Universität Berlin

Dr. Michael Franz
Leiter der Koordinierungsstelle Magdeburg

Thierry Bajou
Projektleiter „Musées Nationaux Récupération“, Ministerium für Kultur und Kommunikation der Französischen Republik

Dr. Magnus Brechtken
Stellv. Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, München

RDin Heike Impelmann
Referatsleiterin Referat C1 im Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen

Roland Kempfle
LL.M. (VUW) Staatsanwalt, Staatsanwaltschaft München II

Sophie Lillie
freie Provenienzforscherin, lebt und arbeitet in Wien.

Jane Milosch
Director, Provenance Research Initiative, Office of the Under Secretary for History, Art and Culture, Smithsonian Institution, Washington

Agnes Peresztegi
Lawyer in Budapest, Executive Director of Europe for the Commission for Art Recovery

Yehudit Shendar
Deputy Director and Senior Art Curator, Museums Division, Yad Vashem, Jerusalem, Israel

Shlomit Steinberg
Hans Dichand Curator of European Art am Israel Museum in Jerusalem

Dr. Stephanie Tasch
Dezernentin bei der Kulturstiftung der Länder

KONTAKT:
Dr. Matthias Henkel Leiter Kommunikation – TASKFORCE Schwabinger Kunstfund
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
10178 Berlin

Tel: +49 30 18 665 7204
Mail: presse@taskforce-kunstfund.de


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