Navigation und Service

Lost Art


Beteiligte Privatpersonen und Körperschaften am NS-Kulturgutraub

Posse, Dr. Hans

1879–1942; Kunsthistoriker, Leiter der Dresdner Gemäldegalerie, seit 1933 Interimskarte NSDAP, Schlüsselfigur desSonderauftrag Linz: nach vorübergehender Zwangspensionierung (1938; wg. Bestände 'entarter Kunst' in der Modernen Galerie) wurde Posse im Sommer 1939 von Hitler als Schlüsselfigur mit dem Aufbau des "Führermuseums" in Linz Sonderauftrag Linz betraut, unter seiner Verfügungsgewalt standen nicht nur die Kunstwerke für das "Führermuseum", sondern alle unter "Führervorbehalt" gestellten Bestände, bis 1942 trug er engagiert die Sammlung für Linz zusammen: aus Hitlers eigener Gemäldesammlung, beschlagnahmte jüdische Kunstwerke und Ankäufe auf dem europäischen Kunstmarkt; zu seinen Aufgaben zähhlte zudem die Verteilung umfangreicher Beutekunstbestände auf Museen des Deutschen Reichs (vorwiegend aus Österreich, Deutschland), Nachfolger war Hermann Voss, Direktor des Wiesbadener Museums

Lit.: Birgit Schwarz, Hitlers Sonderbeauftragter Hans Posse, in: Hans-Peter Löhr, Die Ausstellung „Entartete Kunst“ und der Beginn der NS-Kulturbarbarei in Dresden, (Dresdner Hefte, Jg. 22, H. 1, Nr. 77, Dresden 2004; Birgit Schwarz, Hitlers Museum. Die Fotoalben Gemäldegalerie Linz, Dokumente zum „Führermuseum“, Wien/Köln/Weimar 2004; Kathrin Iselt, Sonderbeauftragter des Führers. Der Kunsthistoriker und Museumsmann Hermann Voss (1884–1969), Köln 2010 Qu.: ALIU, Final Report, 64

Diese Seite:

© Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste - 2021