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Beteiligte Privatpersonen und Körperschaften am NS-Kulturgutraub

Voss, Dr. Hermann

1884–1969; Kunsthistoriker, 1922 stellvertretender Direktor des Kaiser-Friedrich-Museums, Berlin, 1933 Entlassung, 1935 Direktor
Städtische Gemäldegalerie des Nassauischen Landesmuseums Wiesbaden, für das er zwischen 1934 und 1944 zahlreiche Barockgemälde erwarb, häufig durch Tausch, 1943, nach Posses Tod, wurde Voss 1943 dessen Nachfolger, sowohl als Direktor der Dresdner Gemäldegalerie als auch als Leiter des Sonderauftrags Linz, sein Interesse galt v.a. der französischen und italienischen Malerei, Voss lenkte seine Geschäfte von Dresden aus, betraute den Referenten Gottfried Reimer mit weitreichenden Kompetenzen. Voss soll keinen Kontakt zu Göring gehabt haben und nie  in Carinhall gewesen sein, nach eigenen Angaben kaufte er für Linz etwa 3.000 Gemälde und gab dafür zwischen 100 und 300 Millionen RM aus, am 9. August 1945 wurde Voss nach Altaussee gebracht, wo er von der ALIU, verhört wurde, nach dem Krieg verblieb Voss mit der Einwilligung der Russen in seiner Stellung als Direktor der Dresdner Gemäldegalerie

Lit.: Kathrin Iselt, "Sonderbeauftragter des Führers". Der Kunsthistoriker und Museumsmann Hermann Voss (1884–1969), Köln/Weimar/Wien 2010 Qu.: NARA ALIU Report, DIR No.12

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