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Lost Art


Jüdische Sammler und Kunsthändler (Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Enteignung)

Arnhold, Eduard (Nachlass)

Lebensdaten10.06.1849 (Dessau) gest. 10.08.1925 (Neuhaus)
BerufTeilhaber Kohlenhandel „Caesar Wollheim“ Dessau, Bankier
Angehörige
  • Arnhold, (geb. Arnthal) Johanna
AdresseBerlin, Voßstr. 28; Bellevuestr. 18a
BesitztümerRittergut Hirschfelde in Werftpfuhl/Werneuchen, Villa in der Regentenstr., Villa Arnhold/Wannsee, Dürenbachof/Oberbayern, Villa Bellagio/Fiesole
SammlungEr war Kunstsammler und Mäzen, sowie Gründer der Villa Massimo in Rom. Arnhold sammelte u.a. moderne französische Kunst, Manet, Monet, Courbet, Pissaro, Renoir auch Liebermann, Böcklin, Leibl und Corinth. Die Sammlung wurde noch 1938 als die im In- und Ausland bedeutendste Privatsammlung Berlins bezeichnet.
EnteignungDie Erben mussten zwar das Grundstück verkaufen, behielten aber die Kunstsammlung, da sie von nicht-jüdischer Herkunft waren. Sie verweigerten Leihgaben, Schenkungen an die Berliner Museen und teilten die Sammlung auf. Die Mehrzahl der Bilder überstand den Krieg in Banksafes und Tresoren.
QuelleDorrmann, Michael „Eduard Arnhold (1849 – 1925). Eine biographische Studie zu Unternehmer- und Mäzenatentum im Deutschen Kaiserreich“, Akademie Verlag, Berl, in 2002; Seelig, Lorenz, „Die Münchner Sammlung Alfred Pringsheim – Versteigerung, Beschlagnahmung, Restitution“ , in „Entehrt. Ausgeplündert. Arisiert: Entrechtung und Enteignung der Juden, bearb. von Andrea Baresel-Brand (=Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 3), Magdeburg 2005, S. 266.

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