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Lost Art


Jüdische Sammler und Kunsthändler (Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Enteignung)

Askonas, Carl

Lebensdatengeb. 04. Januar 1883 Wien; gest. 1946
BerufGroßindustrieller
Angehörige
  • Askonas, (geb. Fürth), Rosa, geb. 26. Juni 1891
AdresseWien I., Zelinkagasse 4 / III / 9
Firmensitz, -name, -gründung„Heller & Askonas, Strumpf- und Handschuhfabrik“, Verkaufsbüro in Wien I., Gonzagagasse 23; Fabriken in Schrems, NÖ, sowie Györ, Ungarn
BesitztümerER: Miteigentümer und öffentlicher Gesellschafter der Strumpf- und Handschuhfabrik "Heller & Askonas" in Wien I.; Gläubiger der Hypothekarforderung auf die seinem Bruder Rudolf Askonas gehörende Liegenschaft in Wien VIII., Lammgasse 8
SIE: Miteigentümerin einer Liegenschaft in Wien IV., Gusshausstraße 14
Schicksal1938 Flucht des Ehepaares Askonas über die Tschechoslowakei nach Kanada.
SammlungDie Sammlung umfasste u.a. Werke von Pettenkofen und Waldmüller. Außerdem besaß er Barockplastiken, Buchminiaturen, Aquarelle.
Enteignung1938 erfolgt die Beschlagnahmung der Firma "Heller & Askonas" und deren kommissarische Verwaltung durch Hubert Gottwaldt; anschließende Arisierung der Fabrik und Verkauf an Friedrich Nechansky und dessen Partner Josef Jirges; Einziehung der Liegenschaft in Wien VIII., Lammgasse 8 durch die GESTAPO; das nicht für die Ausfuhr gesperrte und bei der Spedition E. Bäuml eingelagerte Übersiedlungsgut wurde beschlagnahmt und im November 1940 über die VUGESTA veräußert; 1941 Einziehung des Anteils Rosa Askonas der Liegenschaft in der Gusshausstraße.
QuelleLillie, Sophie, „Was einmal war – Handbuch der enteigneten Kunstsammlungen Wiens“, Wien 2003, S. 109 f.; Mayer, Monika, „Provenienzforschung in Österreich“, in „Museen im Zwielicht. Ankaufspolitik 1933-1945. Kolloquium vom 11. und 12. Dezember 2001 in Köln / die eigene Geschichte. Provenienzforschung an deutschen Kunstmuseen im internationalen Vergleich. Tagung vom 20. bis 22. Februar 2002 in Hamburg“ bearb. von Ulf Häder (= Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 2), Magdeburg 2002, S. 383.

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