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Lost Art


Jüdische Sammler und Kunsthändler (Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Enteignung)

Bloch-Bauer, Ferdinand

Lebensdatengeb. 16. Juli 1864 Jungbunzlau/Böhmen; gest. 13. November 1945 Zürich
BerufGroßindustrieller
Angehörige
  • Bloch-Bauer, Adele (Nachlass), geb. 09. August 1881 Wien; gest. 1925
AdresseWien I., Elisabethstraße 18; Schloss Jungferbrezan bei Prag, Tschechoslowakei
Firmensitz, -name, -gründung„Österreichische Zuckerindustrie-A.G.“, Wien I., Elisabethstraße 18; Fabriksniederlassung in Bruck an der Leitha, NÖ
SchicksalEr flüchtete in die Schweiz.
SammlungDie Sammlung Bloch-Bauer umfasste u.a. Werke von Waldmüller, Schindler, Franz von Alt und Klimt sowie eine umfangreiche und kostbare Porzellansammlung.
Enteignung1939 erfolgte die „Sicherstellung“ zahlreicher Gegenstände der Sammlung Bloch-Bauer durch den Wiener Magistrat.
Restitution1948 erfolgte die Rückgabe von zwei Gemälden, und zwar Ferdinand Georg Waldmüllers "Der Mai (Mutterglück)" und "Versöhnung". 1954 wurde das Aquarell "Neapel" von Rudolf von Alt restituiert und 2006 von der Republik Österreich die Werke Klimts "Adele Bloch-Bauer I" (heute Neue Galerie New York), "Adele Bloch-Bauer II", "Apfelbaum I", "Buchenwald/Birkenwald" und "Häuser in Unterach am Attersee".
QuelleLillie, Sophie, „Was einmal war – Handbuch der enteigneten Kunstsammlungen Wiens“, Wien 2003, S. 203 ff.; Schulz-Hoffmann, Carla „Gesucht: Die Biografie von Kunstwerken“, in „Entehrt. Ausgeplündert. Arisiert. Entrechtung und Enteignung der Juden“, bearb. von Andrea Baresel-Brand (= Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 3), Magdeburg 2005, S. 251; www.adele.at (Stand September 2007).

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