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Lost Art


Jüdische Sammler und Kunsthändler (Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Enteignung)

Eissler, Dr. Hermann

Lebensdatengeb. 20. Juli 1860; gest. 26. Februar 1953 Nizza
BerufGroßindustrieller
Angehörige
  • Eissler (geb. Kopp), Hortense, geb. 16. März 1895; gest. 06. November 1983 Wien
AdresseWien I., Auerspergstraße 2 / I / 5; Klein-Zell, NÖ
Firmensitz, -name, -gründung„Josias Eissler & Söhne“, Wien I., Singerstraße 8; Niederlassung in Mistelbach, NÖ, Wienerstraße 15-17
SchicksalHortense Eissler lebte bis Kriegsende auf dem Eisslerschen Gut in Klein-Zell und folgte nach dem Krieg ihren Mann nach Nizza.
SammlungDie Sammlung enthielt u.a. Werke von Rodin, Galasso-Galassi, Goya, Waldmüller und Rudolf von Alts.
EnteignungIn den Verhandlungen über Veräußerungen verschiedener Werke mit Posse und Seiberl 1940 versuchten Frau Eissler und ihre Tochter die Aufhebung der Ausfuhrsperren und eine Befreiung von der „Reichsfluchtsteuer" zu erwirken. Verkauf von Waldmüller, Géricault, Galasso-Galassi.
RestitutionAb Herbst 1945 Rückstellbemühungen, die alle negativ verliefen. Anfang der 1960er Jahre mehrheitliche Zuweisung der Sammlung Eissler als Verfallsgut an die Österreichischen Museen.
Quelle

Lillie, Sophie, „Was einmal war – Handbuch der enteigneten Kunstsammlungen Wiens“, Wien 2003, S. 323 ff.

Restitutionsbericht der Stadtbibliothek Wien 2005 (Stand 14.03.06).

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