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Lost Art


Jüdische Sammler und Kunsthändler (Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Enteignung)

Lederer, August (Nachlass)

Lebensdatengeb. 03. Mai 1857 Böhmisch Leipa; gest. April 1936
BerufGroßindustrieller
Angehörige
  • Lederer (geb. Pulitzer), Sidonie „Serena“, geb. 20. Mai 1867 Budapest; gest. März 1943 Budapest
AdresseWien I., Bartensteingasse 8; Wien XIV., Schloss Weidlingau bei Purkersdorf; Györ, Ungarn
Firmensitz, -name, -gründung„Raaber Spiritusfabrik und Raffinerie“ in Györ, Ungarn; „Jungbunzlauer Spiritusfabrik A.G.“ in Wien; „Stärke- und Dextrinfabriken G.m.b.H.“; sämtliche mit Evidenzbüro in Wien I., Bartensteingasse 8
SchicksalSerena Lederer verstarb in Budapest im Jahr 1943.
SammlungDie Sammlung von August und Serena Lederer galt als wichtigste und größte Privatsammlung des Werkes Gustav Klimts.
Enteignung1938 wurde der Lederer-Konzern unter die kommissarische Verwaltung von Hermann Berchthold gestellt; 1939 Beschlagnahmung der Sammlung Lederer durch die Zentralstelle für Denkmalschutz; 1941 Beschlagnahmung des bei der Spedition Kirchner eingelagerten Übersiedlungslifts und Veräußerung über die VUGESTA. 1944 wurde die Sammlung Lederer mehrheitlich nach Schloss Immendorf nahe Marchfeld, NÖ, ausgelagert, wo sie in den letzten Kriegstagen im Mai 1945 verbrannt sein soll.
QuelleLillie, Sophie, „Was einmal war – Handbuch der enteigneten Kunstsammlungen Wiens“, Wien 2003, S. 657 ff.

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