Navigation und Service

Lost Art


Jüdische Sammler und Kunsthändler (Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Enteignung)

Loebl, Allen

Kunstbibliothek

BerufKunsthändler, Galerist
Familie
  • Manon (Bruder)
Allen Loebl hatte Bruno Lohse in den Pariser Kunstmarkt eingeführt. Die Galerie Loebls wurde arisiert , aber dank Göring blieb Allen Loebl Eigentümer. Über die Kunsthandlung Loebl wurden viele Käufe mit Deutschen, insbewsondere für Göring abgewickelt. Mit Verschärfung der Repressalien gegenüber Juden und Beginnd er Trabnsporte in die Vernichtungslager, nahm die Bedrohung auch für die Lobels deutlich zu. Lohse schloss daraufhin mit Allen eine Vereinbarung demnach Loebl Göring ein Vorkaufsrecht für alle Bilder einräumte, über die er verfügen konnte. Im Gegenzug sicherte ihm Lohse den Schutz vor Verfolgungsmaßnahmen von SD und SS zu. Hierüber liegt ein Schriftwechsel von Lohse an an Göring vor (15.06.1943): ".... dass ich die Juden Gebrüder Löbl weiterhin vom SD für meine Ermittlungszwecke zur Verfügung stellen lassen darf." [zit. nach: Günther Haase: Die Kunstsammlung des Reichsmarschalls Hermann Göring. Eine Dokumentation. Berlin 2000, 64]. Göring erwarb mehrere Bilder und auch die kunsthistorische Bibliothek von Loebl.
AdresseParis
QuelleHeuss, Anja: "Kunst- und Kulturgutraub. Eine vergleichende Studie zur Besatzungspolitik der Nationalsozialisten in Frankreich und der Sowjetunion", Heidelberg 2000, 77, 84; Keßler, Horst: "Die Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung in Augsburg". In „Museen im Zwielicht. Ankaufspolititk 1933-1945. Kolloquium v. 11. und 12. Dezember 2001 in Köln / die eigene Geschichte. Provenienzforschung an deutschen Kunstmuseen im internationalen Vergleich. Tagung v. 20. bis 22. Februar 2002 in Hamburg“ bearb. v. Ulf Häder (= Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 2), Magdeburg 2005, 93; Tisa Franicisi, Esther; Heuss, Anja; Kreis, Georg: „Fluchtgut – Raubgut. Der Transfer von Kulturgütern in und über die Schweiz 1933 – 1945 und die Frage der Restitution“, Veröffentlichungen der Unabhängigen Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg, 1, Zürich 2001, 290; Handreichung

Diese Seite:

© Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste - 2020