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Lost Art


Jüdische Sammler und Kunsthändler (Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Enteignung)

Meirowsky (Meirowski), Dr. Max

Lebensdaten1866 (Guttstadt/Ostpreussen) - 1949 (Genf)
Familie
  • Emil (Bruder, gest. 1960 USA), Dr., Dermatologe; mehrere Schwestern
BerufIndustrieller und Kunstsammler. 1893/1901 gründete er in Köln-Porz eine Firma zur Herstellung von Isoliermaterial (Glimmer, Monazit und Feldspat). Das prosperierende Unternehmen wurde 1910 in die Meirowsky AG (Familien-AG) umgewandelt.
AdresseKöln; Berlin, Amsterdam (1938), später Genf
Schicksal1938 Emigration über Amsterdam (Anmeldeformular 08.07.1938), in die Schweiz (Genf).
EigentumFirma, Grundstücke, Konten, Kunstsammlung
SammlungWerke von van Gogh, Renoir, Monet, Gauguin und Pissarro sowie Jan van Goyen, Scholderer und Snider
EnteignungArisierung der Meirowsky AG als "Dielektra AG" (bis 2006 als GmbH). Zur Finanzierung seiner Auswanderung war er gezwungen seine Kunstsammlung über eine Judenauktion in Berlin beim Auktionshaus H.W.Lange (18.11.1938) zu versteigern. Er emigrierte mit einem kleinen Teil der Kunstsammlung (22.06.1939 verkauft er in Amsterdam Jan van Goyens Küstenlandschaft mit Festung für 1200 Gulden (= 1587 Reichsmark) an den Kunsthändler D.A.Hoogendijk).
RestitutionNach dem Krieg stellte Meirowsky Restitutionsansprüche an die Bundesrepublik, auf Grundstücke, Konten und die Kunstsammlung. 2005: Felsige Flusslandschaft” v. Otto Scholderer aus Von-der-Heydt-Museum.
QuelleInterview v. 17.12.2007: [Link d-radio] [Stand 10.06.2010]

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