Navigation und Service

Lost Art


Jüdische Sammler und Kunsthändler (Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Enteignung)

Pollack, Ernst

Lebensdatengeb. 04. Februar 1865; gest. 19. September 1942 Theresienstadt
BerufTextilindustrieller
Angehörige
  • Pollack (geb. Neuman de Végvár), Gisela, geb. 20. September 1874, gest. 13. September 1942 Theresienstadt
AdresseWien I., Schubertring 7 / 10; Reichenau an der Rax, NÖ, Hinterleiten 27-28
Firmensitz, -name, -gründung„Schafwoll- und Seidenwarenfabrik Friedrich Pollak“, Wildenschwert; „Tücher- und Modewarenfabrik Friedrich Pollak“, Fulnek; „Ziegelei Friedrich Pollak“, Thyrn; Evidenzbüro Tücher- und Modewarenfabrik Friedrich Pollak, Wien VI., Schmalzhofgasse 4
BesitztümerSIE: Mietshaus in Wien I., Schubertring 7
SchicksalIm Juni 1942 Deportation des Ehepaares Pollack nach Theresienstadt.
SammlungDie Sammlung Pollack enthielt u.a. eine große Anzahl an Silbergegenständen aus der Gotik bis zur Renaissance.
Enteignung1941 Zwangsveräußerung des Gisela Pollack gehörenden Mietshauses an den Deutschen Automobil-Club in München; nach der Deportation des Ehepaares Pollack verfiel der gesamte Besitz an das Deutsche Reich. Zu den wichtigsten Erwerbern aus der Sammlung Pollack gehörten u.a. Karl Herber, das Landesmuseum Graz, das Landesmuseum Tirol, sowie das „Führermuseum“ in Linz; der Großteil der Kunstsammlung Pollack ist bis heute unaufgefunden geblieben.
QuelleLillie, Sophie, „Was einmal war – Handbuch der enteigneten Kunstsammlungen Wiens“, Wien 2003, S. 839 ff.

Diese Seite:

© Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste - 2019