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Lost Art


Jüdische Sammler und Kunsthändler (Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Enteignung)

Rosenberg, Paul

Lebensdatengeb. 1882
Angehörige
  • Rosenberg, (geb. Loevi), Marguerite
AdresseParis, Rue de la Boétie 21
Firmensitz, -name, -gründung1917 Galeriegründung, Rue de la Boétie 21
SchicksalEmigriert mit seiner Familie am 22.6.1940 nach New York.
SammlungSeine bedeutende Sammlung umfasste, u.a. Gemälde aus dem 19. und 20. Jahrhundert, sowie zahlreiche moderne Künstler wie Picasso und Braque. Rosenberg war Picassos erster etablierter Kunsthändler.
EnteignungBrachte Teile der Sammlung nach Tours und London. Einige der Picasso-Bilder waren auf einer Ausstellung in den USA. Diejenigen, die in Paris blieben, als auch die nach Floirac und Libourne gebrachten Bilder, wurden von der Deutschen Botschaft und ERR beschlagnahmt.
Restitution1946 reicht Rosenberg Klage durch Vertrauensanwalt der franz. Botschaft ein. Im Juni 1948 verurteilt das Bundesgericht 8 Schweizer zur Rückgabe. Es wurden an Rosenberg Werke von Corot, Courbet, Degas, Ingres, Manet, Renoir, Seurat, Sisley, Pissaro, van Gogh, Cézanne, Matisse, Utrillo zurückgegeben.
QuelleTisa Franicisi, Esther; Heuss, Anja; Kreis, Georg, „Fluchtgut – Raubgut. Der Transfer von Kulturgütern in und über die Schweiz 1933 – 1945 und die Frage der Restitution“, Veröffentlichungen der Unabhängigen Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg, 1, Chronos-Verlag, Zürich 2001, S. 378-381; Feliciano, Hector, „Das verlorene Museum. Vom Kunstraub der Nazis", Aufbau-Verlag, Berlin 1998, S.55ff.

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