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Lost Art


Jüdische Sammler und Kunsthändler (Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Enteignung)

Saulmann, Ernst u. Agathe

  • Ernst (26.05.1881-1946, Paris)
  • Ida Agathe (08.02.1898, Berlin - 1951, Baden-Baden), geb. Breslauer; 1. Ehe 1915 / Den Haag mit Hendrik Jan Marez Oijens, gesch.) 1926 Heirat mit Ernst Saulmann; Kind aus erster Ehe
BerufFabrikant, geschäftsführender Gesellschafter
AdresseErlenhof, Pfullingen; Florenz; Nizza; Paris
Firmensitz, -name, -gründungMechanischen Baumwollweberei Eningen
Sammlungchinesische, altmeisterliche und italienische Kunst; Standorte Sl. in Deutschland und florentiner Villa
Enteignung1933 Konfiszierung des Flugzeugs (Klemm) von Agathe Saulmann; Versteigerung Kunstbesitz [Erlenhof] Münchener Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller, 26. / 27. Juni 1936; Pfändung Geschäftsanteile nach Flucht; Reichsfluchtsteuer: Verkauf des ERlenhofs; Joseph Leger, technische Leiter der Baumwollweberei, wird kommissarischer Geschäftsführer; Zwangsversteigerung der Firma, Erwerb durch Legerer; Situation / ggf. Verlustumstände bzgl. ital. Kunstbesitz 1938 derzeit nicht bekannt [Anm. der Red.].
Schicksal1935 Flucht nach Italien, von dort 1938 nach Nizza; 1936 Ausbürgerung Deutsches Reich; in Frankreich Internierung; Ernst Saulmann stirbt 1946 in Paris; A.S. hat frz. Stzaatsbürgerschaft inne; 1951 begeht Agathe Saulmann Selbstmord.
RestitutionAgathe Saulmann verzichtete gegen eine Abfindung auf ihre Firmenanteile, zuvor "größtes Restitutionsverfahren der frz. Besatzungszone" (Reutlinger Generalanzeiger).
QuelleMagdalena Kablaoui: "Mit Flugzeug notgelandet. Das Schicksal des jüdischen Fabrikatenehepaars Ernst und Agathe Saulmann". In: Reutlinger Generalanzeiger v. 20.01.2011; Evelyn Zegenhagen. "Schneidige deutsche Mädel": Fliegerinnen zwischen 1918 und 1945. Göttingen 2007; Ulrich Mohl. Die Geschichte vom Ehrlenhof. Pfullingen o.J.; Die Ausbürgerung deustcher Staatsangehöriger 1933-1945 nach den im Reichsanzeiger veröffentlichten Listen, 2, hrsg. v. Michael Hepp, München etc. 1985;

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