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Lost Art


Jüdische Sammler und Kunsthändler (Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Enteignung)

Schloss, Adolphe

Lebensdatengeb. Österreich; gest. 1911
BerufImmobilien- und Warenmakler
AdresseAvenue Henri-Martin 38
SammlungDie bedeutende Sammlung umfasste eine große Anzahl von flämischen und holländischen Künstlern wie Rembrandt und Hals sowie eine Reihe früher Italiener (insgesamt 173 Objekte, siehe Katalog).
EnteignungSeine Witwe und die Kinder behielten die Sammlung bis 1939. Dann versteckten sie die Bilder in Zentralfrankreich, wo sie 1943 vom Vichy Regime entdeckt wurde. Die GESTAPO wiederum raubte die Sammlung und sie wurde zurück nach Paris gebracht. Hier bedienten sich Hitler und Göring der besten Bilder. Sie war die größte beschlagnahmte jüdische Sammlung, die für das Museum in Linz „erworben" wurde. Der Rest der Sammlung wurde durch Handlanger der Deutschen auf dem Pariser Kunstmarkt verkauft.
QuelleLöhr, Hanns Christian, „Das Braune Haus der Kunst. Hitler und der „Sonderauftrag Linz“. Visionen, Verbrechen, Verluste“, Akademie Verlag, Berlin 2005, S. 61, 87, 142, 170; Felician, Hector, „Das verlorene Museum. Vom Kunstraub der Nazis", Aufbau-Verlag, Berlin 1998, S. 95, 97, 131, 166, 171-175; Ministère des Affaires étrangères; Direction des Archives er de la Documentation (Hrg.), „Collection Schloss, Oeuvres spoliées pendant la deuxième guerre mondiale non restitueés (1943-1998)", Paris 1998.

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