Navigation und Service

Lost Art


Jüdische Sammler und Kunsthändler (Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Enteignung)

Simon, Hugo

Lebensdatengeb.1880; gest. 1950 Brasilien
BerufBankier
Firmensitz, -name, -gründungMitinhaber der Bank "Bett, Simon & Co."
SchicksalEr emigrierte 1933 nach Frankreich; 1940 weitere Flucht nach Südfrankreich, wegen seines politischen Engagements in der Emigration war er für die Nazis besonders störend. Er flüchtete von dort weiter über Spanien nach Brasilien.
SammlungDie Sammlung umfasste zeitgenössische Kunst, hauptsächlich Expressionismus.
EnteignungVersuchte von Frankreich aus seine Sammlung stückweise zu verkaufen, teilweise erfolgreich. Einige Objekte der Sammlung konnte Rosenberg kaufen. Viele Bilder u.a auch von Pechstein und Rohlfs wurden aber vernichtet. Restbestände konnten im Basler Museum deponiert werden.
QuelleTisa Franicini, Esther; Heuss, Anja; Kreis, Georg, „Fluchtgut – Raubgut. Der Transfer von Kulturgütern in und über die Schweiz 1933 – 1945 und die Frage der Restitution“, Veröffentlichungen der Unabhängigen Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg, 1, Chronos-Verlag, Zürich 2001, S. 171 – 179; Tisa Francisi, Esther, „Kunsthandel in der Schweiz 1933-45: Fluchtgut, Raubgut und die Restitutionsfrage“ in „Museen im Zwielicht. Ankaufspolitik 1933-45. Kolloquium vom 11. und 12. Dezember 2001 in Köln / die eigene Geschichte. Provenienzforschung an deutschen Kunstmuseen im internationalen Vergleich. Tagung vom 20. bis 22. Februar 2002 in Hamburg, bearb. von Ulf Häder (= Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 2), Magdeburg 2002, S. 111; Heuss, Anja, „Kunst- und Kulturgutraub. Eine vergleichende Studie zur Besatzungspolitik der Nationalsozialisten in Frankreich und der Sowjetunion", Universitätsverlag C. Winter, Heidelberg 2000, S. 117, 119 f.

Diese Seite:

© Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste - 2020