Navigation und Service

Lost Art


Jüdische Sammler und Kunsthändler (Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Enteignung)

Steinthal, Max

Lebensdaten1850-1940
BerufBankier
AdresseBerlin
Firmensitz, -name, -gründungVorstandsvorsitzender der Deutschen Bank und Mitbegründer Mannesmann AG
SchicksalEr weigerte sich zu emigieren.
SammlungDie Sammlung umfasste u.a. wichtige Werke aus dem 19. Jahrhundert: „Las Tres velas (Die drei Segel)" von Joaquín Sorolla y Bastida, „La Raccolta delle Zucche" (Die Kürbisernte) von Giovanni Segantini, Camille Pissarros „Die Badenden" und „Einem Stillleben Rosen in Schale" von Lovis Corinth.
EnteignungEin Teil der 622 Positionen umfassenden Kunstsammlung Steinthals gelangte nach Konfiszierung wegen nicht entrichteter "Reichsfluchtsteuer" als "Judenvermögensabgabe" durch die Gestapo zu Beginn der 1940er Jahre in die Verwahrung des "arischen" Schwiegersohns Richard Vollmann und mit ihm nach Dresden. Nach der Flucht Vollmanns in den Westen 1953 Einlagerung des von DDR-Behörden beschlagnahmten "Verwahrguts Vollmann" in das Pillnitzer Depot.
Restitution2004 erfolgte die Rückgabe von über 60 Kunstwerken, darunter Gemälde und Aquarelle französischer Impressionisten durch Staatliche Kunstsammlungen Dresden. Ende 2004 wurde sie dann in London bei Sotheby's versteigert.
QuelleSchubert, Peter, Verschollene Kunst wiederentdeckt, in: Welt am Sonntag, Ausg. Berlin, 18.04.2004, S. 77; Berliner Morgenpost online, 19.04.2004; Krampitz, Dirk, Ein halbes Jahrhundert lang verschollen..., In: Welt am Sonntag online, 05.09.2004; Firsching, Ulrich Raphael, Das Schicksal jüdischer Bilder - Die Sammlung Steinthal im Jüdischen Museum und bei Sotheby's., in: Kunstmarkt.com, 09.09.2004; Grimm, Birgit, Verwahrgut Vollmann, in: Sächs. Zeitung online, 15.09.2004. Artikel in: KK-Pressearchiv, Jg. 2004, Nr. 9471.

Diese Seite:

© Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste - 2018