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Lost Art


Jüdische Sammler und Kunsthändler (Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Enteignung)

Tannenbaum, Herbert (1892-1958)

Jurist; Filmtheoretiker; Kunsthändler

1914 begann Tannenbaum mit Kunstgeschichte das zweite Studium; einige Jahre Tätigkeit an der Städtischen Kunsthalle in Mannheim;
1920 Eröffnung der eigenen Galerie in Mannheim. Dort zeigte er nicht nur Werke zeitgenössischer Künstler, sondern entfaltete auch eine breitgefächerte kunstpädagogische Aktivität, die wesentlich zur Bereicherung des kulturellen Lebens in Mannheim beitragen sollte.Mit dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft setzten Repressalienn ein: Tannenbaum repräsentierte nicht nur als entartet verfemte Künstler, sondern er war auch Jude;
1937 Exil in Amsterdam (gemeinsam mit seiner Familie), wo er die Zeit des Dritten Reiches verborgen überstand. Während seines Aufenthaltes dort traf Tannenbaum mehrfach mit Max Beckmann zusammen, den er aus Mannheimer Tagen kannte. Künstler wie Galerist warteten auf die Möglichkeit zur Ausreise nach Amerika, die im Sommer 1947 endlich gegeben war. Kurz vor der Abreise malte Beckmann ein Porträt von Tannenbaum (heute Städtische Kunsthalle Mannheim).

Quelle: Quelle: PATRIMONIA NR. 260 (2005) [zit. nach: http://www.kulturstiftung.de/publikationen/patrimonia/archiv/detail/?tx_kslpatrimonia_pi1%5BshowUid%5D=495]

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