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Dienststellen und Verantwortliche des systematischen und organisierten NS-Kulturgutraubes

Franssen, Dr. Maximiliaan Henricus Hubertus Franssen

(1903-1981) Niederländischer Anwalt. Ab 1941 unter der NS-Besatzung der Niederlande als "Verwalter" feindlichen Vermögens eingesetzt. In dieser Funktion Kontrolle/Übernahme und Liquidation zahlreicher Unternehmungen, Vermögen, aber auch von Parteien und Organisationen. Dokumente in den Nierderländischen Nationalarchiven weisen daruf hin, dass Franssen in ca. 60 Fällen aktiv geworden ist. Ferner liquidierte er die RKSP (Römisch Katholische Partei), St. Jozefsgezellenvereniging, Vrouwen van Nazareth, die Nederlandse Verenigen van Huisvrouwen, Vrijzinnig Democratische Bond, Christelijke Democratische Unie sowie den Nederlandse Militaire Bond. Enge Zusammmenarbeiut mit OCEANUS, dem niederländischen Ableger des nationalsozialistischen Mundi-Verlages. Franssen stand in Verbindung mit dem Sonderauftrag Linz und soll an diversen Gemäldeverkäufen mitgewirkt haben, u.a. aus dem Larsen-Vermögen an Göpel.

Quellen: http://www.oorlogsgetroffenen.nl/archiefvormer/Generalkommissariat_Finanz_Wirtschaft; Hanns Christian Löhr, Das Braune Haus der Kunst: Hitler und der "Sonderauftrag Linz" : Visionen, Verbrechen, Verluste. Berlin 2005;

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