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Zeittafel

1931Reichsfluchtsteuer Datei ist nicht barrierefrei  Verordnung des Reichspräsidenten gegen die Kapital- und Steuerflucht. Vom 18. Juli 1931
 Datei ist barrierefrei/barrierearm  Verordnung des Reichspräsidenten über die Devisenbewirtschaftung. Vom 01. August 1931
02 / 1933Datei ist nicht barrierefrei  Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat.
04 / 1933Reichsweiter Boykott jüdischer Geschäfte
06 / 1933Datei ist nicht barrierefrei  Gesetz gegen den Verrat der Deutschen Volkswirtschaft.
07 / 1933

Datei ist nicht barrierefrei  Gesetz über den Wiederruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der Staatsangehörigkeit; Datei ist nicht barrierefrei  Gesetz über die Einziehung volks- und staatsfeindlichen Vermögens. Vom 14. Juli 1933.

Enteignung jüdischer Emigranten; Reichsfluchtsteuer

 1935Datei ist nicht barrierefrei  Nürnberger Gesetze. Vom 15. September 1935 Reichsbürgergesetz; Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre („Blutschutzgesetz“). Die jüdischen Mitbürger wurden durch diese beiden Verordnungen endgültig als minderwertige Menschen diskriminiert: sie waren im Gegensatz zu den „Reichsbürgern“ fortan nur noch „Staatsangehörige“ des Deutschen Reichs ohne politische Rechte. Gleiches galt für „Volljuden“, „jüdische Mischlinge“, Ehepartner von „Volljuden“. „Volljude“ war demnach, wer von mindestens drei jüdischen Großeltern abstammte; „Mischling“ war, wer mindestens zwei Großeltern mit Zugehörigkeit zur jüdischen Glaubensgemeinschaft besaß oder wer mit einem „Volljuden“ verheiratet war. Das „Blutschutzgesetz“ verbot Eheschließungen zwischen Juden und Nichtjuden und schuf den Straftatbestand der „Rassenschande“. Außerdem durften „jüdische Haushalte“ keine „arischen“ Dienstmädchen unter 45 Jahren beschäftigen, ebenso war ihnen das Hissen der Hakenkreuzflagge (seit dem Nürnberger Parteitag 1935 die Reichsflagge) untersagt. Ariernachweis
12 / 1936

§ 37a des Gesetzes über die Devisenbewirtschaftung

Verschärfung des Devisenrechts: Finanzbehörden dürfen bei Verdacht der Vermögensverschiebung Vermögen durch „Sicherungsanordnung“ sperren

03 / 1938Status „Körperschaft öffentlichen Rechts“ wird den jüdischen Kultusgemeinden entzogen
09.11.1938Reichspogromnacht
 „Verordnung über eine Sühneleistung der Juden deutscher Staatsangehörigkeit“ (= Judenvermögensabgabe; JUVA)
02 / 1939Datei ist nicht barrierefrei  Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden
10 / 1941Ausreiseverbot für Juden
 Beginn der Massendeportationen
11.11.1941

„Elfte Verordnung zum Reichsbürgergesetz“

Basis für vereinfachtes Enteignungsverfahren

 „Aktion 3“
08 / 1943Verwaltung des Eigentums der jüdischen Kultusgemeinden durch die Finanzbehörden
1943Beginn der Überlegungen zu „Wiedergutmachungsforderungen“ gegenüber dem Deutschen Reich durch jüdische Emigranten deutscher Herkunft
08.05.1945Kriegsende
10 / 1945„Staatskommissariat für die Betreuung der Juden in Bayern“
11 / 194759. Gesetz der US- Militärregierung zur „Rückerstattung feststellbarer Vermögensgegenstände“
08 / 1949„Gesetz zur Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts“ (USEG; Entschädigungsgesetz)
11 / 1949

Gründung des Bayerischen Landesentschädigungsamtes (BLEA) in München

Referat P; Prüfungsabteilung des BLEA (Prüfstelle)

1951Auerbach-Skandal (Philipp Auerbach: Präsident des BLEA)
06 / 1952Abkommen zwischen der Jewish Restitution Successor Organization (JRSO) und dem Freistaat Bayern über die Globalabgeltung der Rückerstattungsansprüche
10 / 1953„Bundesergänzungsgesetz zur Entschädigung für Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung“ (BErgG)
06 / 1956„Bundesgesetz zur Entschädigung für Opfer nationalsozialistischer Verfolgung“ (BEG; Bundesentschädigungsgesetz)
07 / 1957„Bundesgesetz zur Regelung der rückerstattungsrechtlichen Geldverbindlichkeiten des Deutschen Reiches und gleichgestellter Rechtsträger“ (BRüG; Bundesrückerstattungsgesetz)
09 / 1965„Zweites Gesetz zur Änderung des Bundesentschädigungsgesetzes“ (BEG–Schlußgesetz)

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