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Lost Art


Deckelpokal

Einzelobjekt / Suchmeldung - Nähere Informationen
Lost Art-ID459446
Permalinkhttp://www.lostart.de/DE/Verlust/459446
TitelDeckelpokal
Datierung1511
ObjektartKunsthandwerk / -gewerbe
Abmessungen Höhe: 27,70 cm  Durchmesser: 15,30 cm 
27,7 cm hoch mit Deckel, 14,9 cm hoch ohne diesen, 14,7 cm Fußweite, 15,3 cm Kelchweite
Material / TechnikGlas : Gold : Emaillefarben
Beschreibung

Reich mit farbiger Emailmalerei und Gold verzierter Deckelpokal aus venezianischem Glas mit rundem Fuß, Knauf im Stiel, glockenförmiger Kuppa und einem Deckel mit hoher Spitze.

Die Kuppa zeigt in Rundmedaillons auf beiden Seiten ein mit geschwellten Segeln fahrendes Schiff, umgeben von kleinen Booten, und zwischen den Medaillons zweimal ein Wappen mit schräg geteiltem, schwarzem und silbernem Schild und als Helmzier einen wachsenden Ziegenbock, ebenfalls schwarz und silbern. Neben dem Wappen die Namensbuchstaben GY ZK, darunter die Jahreszahl 1511. Die Namensbuchstaben stehen für den böhmischen Ritter Georg Kopidlansky von Kopidlno.

Der Pokal, der aus dem Ratsschatz stammt, soll über familiäre Verbindungen mit der Familie von Kinsky während des Dreißigjährigen Krieges nach Dresden gelangt sein. Graf Kinsky erwarb 1628 in der Dresdner Moritzstraße ein Haus (später Palais de Saxe). Nachdem er zusammen mit Wallenstein 1634 in Eger ermordet wurde, könnte seine Witwe Elisabeth den Pokal  als Dank für die Aufnahme in Dresden dem Dresdner Rat gestiftet haben (vgl. Richter 1912)

Literatur: Richter, Otto: Führer durch das Stadtmuseum zu Dresden, Dresden 1911, S. 3, Abb. S. 4;

Richter, Otto: Der Kopidlansky-Pokal im Stadtmuseum. In: Dresdner Geschichtsblätter 21, Heft 3/4 (1912). S. 221-223; Schmidt, Robert: Das Glas, (Handbücher der Staatlichen Museen zu Berlin; Bd. 14) 2. Aufl., Berlin, Leipzig 1922, S. 96, Abb. S. 97.

ProvenienzDas Objekt hat sich bis Mai 1945 im Dresdner Rathaus (Sitz des Dresdner Stadtmuseums) befunden. Es war dort zusammen mit den anderen kunsthandwerklichen Exponaten des Museums – in Kisten verpackt – im Keller eingelagert. Seit Kriegsende verschollen.
Verlustgeschichte

Dresden 1945

Eintrag
veröffentlicht seit
24. September 2012
Abbildungen

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