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Lost Art


Der Tod Senecas

Einzelobjekt / Suchmeldung - Nähere Informationen
Lost Art-ID092513
Permalinkhttp://www.lostart.de/DE/Verlust/092513
Künstler / Hersteller

Sandrart, Joachim von (der Ältere)

TitelDer Tod Senecas
Datierung1635
ObjektartMalerei
Schlagworte
  • Historisches
  • Gruppenbildnis
Abmessungen Höhe: 171,00 cm  Breite: 215,00 cm 
Material / TechnikLeinwand
Inventarnummer445
BeschreibungTafelmalerei: Bild: der Tod des Seneca: auf Befehl Neros öffnet er sich die Adern, er sitzt dabei meist in einem Wasserbecken oder in einem Wasserbad; danach nimmt er Gift & künstliches Licht; Selbstmord; Nero; Vene; schneiden; Blut; Bad; Giftbecher & Licht; Kunstlicht
BestandGemäldegalerie im ehemaligen Kaiser-Friedrich-Museum (Bodemuseum)
Provenienz(frühere) Verwaltung: Berlin; (öffentliche) Sammlung; Staatliche Museen; Gemäldegalerie; Inv. Nr. 445; Zugangsdatum: 1829; Auslagerungsort: Berlin; Friedrichshain; Flakturm Friedrichshain; Besitzzeit: bis 1945; Zugangsart: Auslagerung; Zugangsdatum: 1941/1942; (erster) Vorbesitzer: Rom; (private) Sammlung: Giustiniani, Vincenzo (Marchese); Besitzzeit: bis 1637
Verlustgeschichte

Berlin (Flakturm Friedrichshain) 1945

Die alliierten Fliegerangriffe auf Berlin in der Nacht vom 20. auf den 21. 12. 1940 erfolgten erstmalig in unmittelbarer Nähe der Museumsinsel. Da nun von den verantwortlichen Beamten erkannt werden mußte, daß die Sammlungen in ihren Depots vor Bombenschäden nicht sicher sind, entschied man sich für die Evakuierung der Kunstwerke. Seit September des Jahres 1941 ist mit der Auslagerung in den Leitturm des Flakbunkers im Berliner Friedrichshain begonnen worden. Hierfür nutzte man, gemeinsam mit anderen Sammlungen der Staatlichen Museen, das gesamte 1. Geschoß des Gebäudes. Später standen zu diesem Zweck noch einige Räume im 2. und 3. Geschoß zur Verfügung. Bis September 1942 war die Einlagerung im wesentlichen abgeschlossen, einige großformatige Gemälde aus den Museumskellern wurden zu einem späteren Zeitpunkt hierher überführt. Veranlaßt durch das ständige Näherrücken der Ostfront, entschied sich die Museumsverwaltung in Absprache mit den zuständigen Ministerien (sog. 'Führerbefehl' vom 6. März 1954) für eine abermalige Auslagerung der Kunstwerke. Am 11. März des Jahres 1945 ging der erste Transport in Richtung Thüringen ab. Ehemalige Salzbergwerke an der Werra, südlich bei Eisenach gelegen, sollten fortan als Depots dienen. Schon am 7. April wurden die Transporte aus Sicherheitsgründen wieder eingestellt. Nach dem letzten Stand unserer Kenntnis blieben 434 Gemälde im Friedrichshain-Bunker zurück. Dazu gehörten viele Großformate, die bereits in feste Kisten verpackt waren. Während der Evankuierung mußte nämlich festgestellt werden, daß die zu geringen Förderkorbmaße die Einlagerung dieser Bilder in die Salzbergwerke verhinderten. Am 2. Mai 1945 wurde der Bunker (Geschütz- und Leitturm) der Roten Armee übergeben. Die beiden Wachleute der Museen entließ man ohne Komplikationen nach Hause. Am 4. und 5. Mai erlangten die Museumswachen erneut Eintritt. Noch waren die Depoträume des 1. und 2. Geschosses unverändert, die des 3. Geschosses aber aufgebrochen. Am 6. Mai brannte das 1. Geschoß aus. Die Holzwände waren zerstört, der Fahrstuhl durch eine Explosion eingestürzt, Hitze und Rauchentwicklung verhinderten ein weiteres Vordringen in die Depos. Am 7. Mai erfolgte die offizielle Visite des Generaldirektors der Staatlichen Museen.- Hierbei stellte sich heraus, daß die Treppe zum 2. und 3. Geschoß aber umgeräumt worden war. Der Leitturm besaß keine Bewachung mehr. Es wurde beobachtet, wie Zivilpersonen ungehindert ein und aus gingen. Schließlich brannte aus bisher unerklärbaren Gründen der Turm zwischen dem 14. und 18. Mai des Jahres 1945 vollständig aus.

Verlustgeschichte

Berlin-Friedrichshain (Leiturm des Flakbunkers)

Auslagerungsort

Berlin (Flakbunker Friedrichshain)

Eintrag
veröffentlicht seit
2001
Abbildungen

Der Tod Senecas

Kontakt

Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Staatliche Museen zu Berlin
Gemäldegalerie

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10785 Berlin
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Tel:  +49 (0) 30 266 42 4001
Fax:  +49 (0) 30 266 42 4003
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Ansprechpartner/in

Dr. Neville Rowley
Kurator für italienische Kunst vor 1500
Tel:  +49 (0) 30 266 42 4006
n.rowley@smb.spk-berlin.de

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