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Lost Art


Goldenes Buch der Stadt Solingen

Einzelobjekt / Suchmeldung - Nähere Informationen
Lost Art-ID453992
Permalinkhttp://www.lostart.de/DE/Verlust/453992
TitelGoldenes Buch der Stadt Solingen
ErscheinungsortSolingen
Erscheinungsdatum1933/1939
ObjektartBuch
ObjektgruppeBibliotheksgut
Material / TechnikPergament, Gold / Goldtausia
BeschreibungBei dem 1939 vorgelegten „Goldenen Buch der Stadt Solingen“ handelte sich um 160 Pergamentblätter, eingebunden in Schweinspergament. Die Worte „Soli Deo Gloria“ – der Spruch des Solinger Stadtwappens, wie er auch auf vielen Schwert- und Degenklingen Solinger Herkunft zu finden ist, schmückten den Rücken des Einbandes. Den Blickfang des Buchdeckels bildete das Stadtwappen, das in Silber geschnitten und in den Farben der Stadt emailliert war. Das Wappen wurde durch einen Teller aus rostfreiem Stahl gehalten, dessen einzige Zier eine am Rande verlaufende, in Gold tauschierte Linie bildete. Der Teller mit dem Wappen war vertieft in den Buchdeckel eingelassen. Zwei schwere Bänder aus rostfreiem Stahl mit Verschlüssen, verziert mit vergoldeten Hakenkreuzen, hielten das gewichtige Buch zusammen. Die Bänder trugen die Aufschrift: "Goldenes Buch"/"Stadt Solingen", ausgeführt in einer kostbaren Solinger Technik, der Goldtausia.
Im Inneren zeigte das Buch auf der ersten Seite das große Stadtwappen, bestehend aus dem kleinen Wappen, das von zwei schwarzen, rotbewehrten Wölfen, den Solinger Wappentieren, gehalten wurde. Der Innentitel war in der Art der alten Buchmalereien gehalten; eine farbige Initiale stand als besonderer Schmuck dem Schriftblock voran, der sich aus erhöhten, handvergoldeten gotischen Buchstaben zusammensetzte. Auf der folgenden Seite befand sich ein Vorwort.
Der Gesamtentwurf und die graphische Gestaltung stammen von Willy Schwickerath; die Buchbindearbeiten vollführte Heinrich Odenthal, Max Lessenich fertigte die Stahlbänder und Verschlüsse. Den Wappenschnitt und die Emaillierung führte Paul Voß aus, die Goldtausia der Stahlbänder bearbeitete Ernst Gämlich. Allesamt waren dies Solinger Kunsthandwerker, die fachliche und künstlerische Beratung des Projektes übernahm Prof. Paul Woenne von der Solinger Fachschule für die Stahlwarenindustrie.
ProvenienzStadt Solingen; während des Bombenkrieges aus Schutzgründen in einem besonderen Raum des Solinger Rathauskellers aufbewahrt; seit dem Kriegsende und dem Einmarsch der amerikanischen Truppen verschollen
Eintrag
veröffentlicht seit
21. Juni 2012
Abbildungen

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