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Lost Art


Grundlagen

Zwischen 1933 und 1945 fand eine bis heute nicht restlos aufgeklärte Verlagerung von Kulturgütern statt; dem Kunstraub unter dem Nationalsozialismus folgten dabei etwa die Aktivitäten der sowjetischen Trophäenkommissionen oder einzelner alliierter Soldaten.

Um diese Kulturgutverluste zu dokumentieren und damit auch eine Grundlage für deren Suche und Rückführung zu schaffen, gründeten zehn Länder 1994 in Bremen die „Koordinierungsstelle der Länder für die Rückführung von Kulturgütern“. Seit 1998 beteiligten sich alle 16 Länder und seit 2001 auch der Bund an der Koordinierungsstelle, die seit 1998 ihren Sitz beim Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt in Magdeburg hatte und zum 01.01.2015 im Deutschen Zentrum Kulturgutverluste aufgegangen ist. Im Hinblick auf NS-Raubkunst wurden 1998 die internationalen "Washingtoner Prinzipien" verabschiedet; 1999 folgte die deutsche Gemeinsame Erklärung, deren Nr. III u. a. eine Such- und Fundliste vorsieht, in die etwa mit Unterstützung der Handreichung ermittelte Kulturgüter eingetragen und  im Internet veröffentlicht werden können. Vor diesem Hintergrund wurde im April 2000 die Internet-Datenbank Lost Art online geschaltet.

Bund und Länder führen auf Grundlage des Völkerrechts und vertraglicher Vereinbarungen Verhandlungen zur Rückführung kriegsbedingt verbrachter Kulturgüter. Innerhalb der Bundesregierung sind für die Verhandlungsführung das Auswärtige Amt, für die inhaltliche Vorbereitung die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zuständig. Die Federführung für die Verhandlungen mit der Russischen Föderation liegt bei der Beauftragten für Kultur und Medien.



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