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Kunstfund Gurlitt

Nach dem Bekanntwerden des Kunstfundes in der Münchner Wohnung von Cornelius Gurlitt wurde im November 2013 die Taskforce „Schwabinger Kunstfund“ gegründet. Ihre Aufgabe war es, die Herkunft der dort und später auch in Salzburg aufgefundenen Werke aufzuklären. Insbesondere galt es zu untersuchen, welche der Werke aus dem Besitz Gurlitts ihren Eigentümern zwischen 1933 und 1945 durch das nationalsozialistische Unrechtsregime verfolgungsbedingt entzogen wurden. Die Arbeit der Taskforce, für die das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste bereits zum 1. April 2015 die Projektträgerschaft übernommen hatte, endete planmäßig zum 31. Dezember 2015.

Mit dem Projekt „Provenienzrecherche Gurlitt“ führt das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste ab Januar 2016 die Forschungsarbeit zum Kunstfund Gurlitt fort. Forschungsgegenstand sind diejenigen Werke, die bislang nicht abschließend untersucht werden konnten. Vorrangig behandelt das Projekt Kunstwerke, bei denen Verdachtsmomente auf einen NS-verfolgungsbedingten Verlust bestehen oder entsprechende Ansprüche geltend gemacht wurden.

Neben dem Projektteam unter Leitung von Dr. Andrea Baresel-Brand, das Steuerungs-, Verwaltungs- und Koordinierungsaufgaben übernimmt, sind Forscherinnen und Forscher mit der konkreten Provenienzrecherche beauftragt („Researcher“). Die Forschungsergebnisse des Projektes werden von renommierten internationalen Fachleuten im Hinblick auf Nachvollziehbarkeit und wissenschaftliche Methodengerechtigkeit geprüft („Review Experts“). Die während der Taskforce aufgebaute persönliche Expertise und Vertrautheit mit dem Kunstfund Gurlitt soll dabei weiterhin genutzt werden. Die durch die Review Experts geprüften Forschungsergebnisse werden auf Deutsch und Englisch veröffentlicht.

Das Projekt war zunächst auf ein Jahr befristet und wurde bis 31.12.2017 verlängert. Es wird aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert.

Kontakt
Projekt „Provenienzrecherche Gurlitt“
Bertha-Benz-Straße 5 | 10557 Berlin
Telefon +49 (0)30 2061 48710
Fax +49 (0)30 2061 48790
team-gurlitt@kulturgutverluste.de

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Telefon +49 (0)30 2061 48740
presse-gurlitt@kulturgutverluste.de

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