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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)

Objektgruppe - Nähere Informationen
Anzahl159 Bde. Provenienz Sigmund Waldes
ObjektartBuch
ObjektgruppeBibliotheksgut
Bestand"Sammlung Sigmund Waldes" - am 07.03.2013 restituiert
Zeitraum19./20. Jahrhundert
Beschreibung

Reste der "Sammlung Sigmund Waldes" (159 Bände, ca. 3 lfde Meter) in Form bibliophiler Drucke vor allem des 19. und 20. Jahrhunderts im Bereich der Handschriftensammlung.
Die Sächsische Landesbibliothek Dresden übernahm 1941 Bücher aus dem Besitz von Sigmund Waldes (geb. 1877 in Prag, gest. 1961 in Maspeth/Long Island - USA). Die Brüder Sigmund und Heinrich Waldes waren als Fabrikanten von Knöpfen mit Werkstätten in Prag, Dresden, Long Island und der Schweiz über Deutschland hinaus tätig und angesehen. Sigmund Waldes war seit 1908 einer der Gesellschafter des Werkes in Dresden, in der Kleinen Plauenschen Gasse Nr. 37/43. Unmittelbar nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialistische Regierung in Deutschland war er nach Paris gegangen und später über Barcelona nach New York ausgewandert, wo er die dortige Filiale übernahm und zum Hauptsitz ausbaute. Sigmund Waldes starb 1961.  Die Bücher aus dem Besitz von Sigmund Waldes sind im Zugangsbuch der Bibliothek von 1941 als "beschlagnahmt" ausgewiesen. Eine spätere Auflistung spricht von "erworben". Die Umstände der Übernahme 1941 sind - nach Kriegsverlusten des einschlägigen Aktenmaterials - nicht mehr zu eruieren. Aus den Unterlagen der Landesbibliothek ist bekannt, dass 189 Bände noch 1941 einem Dresdener Speditionsunternehmen zur Weiterleitung an einen Berliner Anwalt übergeben wurden. Dubletten scheinen ausgesondert worden sein. Das Verbliebene wurde in den alphabetischen Katalog aufgenommen, wobei allerdings die Vergabe von Signaturen unterblieb. Nach erheblichen Kriegsverlusten finden sich heute Reste der Sammlung (159 Bände, ca. 3 lfde Meter) in Form bibliophiler Drucke vor allem des 19. und 20. Jahrhunderts im Bereich der Handschriftensammlung.

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