Erschien in Berliner Mogenpost, 10. Oktober 1926, Nr. 243. Berliner Polizeipräsident. Social Democrat, Berlin police chief, notorious in connection with the "Blut-Mai" (Bloody May) 1929, when his policemen shot into Communist demonstrations with the result of thirty-three deaths. In Nazi time detained first, later under police supervision.
David Friedmann war Schüler von Lovis Corinth und Hermann Struck. Ungefähr 1300 Werke Friedmanns (Ölgemälde, Aquarelle, Lithographien, Zeichnungen, Kupferstiche) wurden aus seinem Lift bei der Berliner Speditionsfirma Silberstein und Co., Berlin Kurfürstendamm wahrscheinlich zw. dem 16. Oktober und Dezember 1941 beschlagnahmt.
Friedmanns Berliner Wohnung lag in der Paderborner Str. 9, Berlin W 15; auch nach der Flucht nach Prag am 27. Dezember 1938 bezahlte er bis Februar 1940 Miete; das Atelier in der Xantener Str. 23 (Berlin-Wilmersdorf) hatte er bereits 1933 aufgeben müssen.
Seinen Gesamtverlust an eigenen Kunstwerken bezeichnete er nach dem Krieg mit "ca. 2000".
16 Gemälde verschwanden vermutlich 1942 aus der Wohnung seines Schwiegervaters, Prof. Dr. Maximilian (Max) Fuchs, Wielandstr. 29, Berlin-Charlottenburg, nachdem das Ehepaar Fuchs 1942 deportiert worden war.
Friedmann signierte seine Werke mit Friedmann, D. Friedmann oder Dav. Friedmann.