Suchmeldung | Einzelobjekt
St. Augustinus
Lost Art-ID
4238
Hersteller/Künstler:in
Rubens, Peter Paul
Geburt
1577.06.28, Siegen (Westfalen)
Tod
1640.05.30, Antwerpen
Wirkungsort
Antwerpen; Venedig; Florenz; Rom; Valladolid; Mantua; Genua; Paris; Brüssel; Madrid; London
Titel
St. Augustinus
Datierung
1620 (um)
Objektart
Objektgruppe
Material / Technik
Öl ; Holz (Eiche) / gemalt
Höhe
48,00 cm
Breite
62,00 cm
Inventarnummer
Ahv 37
Beschreibung
Fast von hinten gesehen kniet Augustinus auf Wolken und reicht ein vom Pfeil durchbohrtes Herz gen Himmel. Zwei Engelsknaben halten den schweren gelben Mantel, ein dritter sitzt rechts mit Bibel, Bischofsmütze und Stab. Die kühnen Stellungen der enthusiastischen und gewalttätigen Heiligen kennzeichnen den Geist der Gegenreformation. Alle Figuren sind auf hellem Grundzwischen graubraunen Wolken leicht und sicher ausgeführt, so dass die Wirkung aller Farbtöne fühlbar wird. Einer von fünf Entwürfen für die Deckengemälde der heute nicht mehr existierenden Jesuitenkirche Carolus Borromeus in Antwerpen.
Provenienz
Erwerbung Herzog Ernsts II. von Sachsen-Gotha-Altenburg 1802 von Francois Xavier de Burtin, Brüssel (Akte 126); vor 1826 in der Kunstkammer (vgl. Inventar 1826). […]. 1935 im Herzoglichen Museum, Oberlichtsaal 2 (Akte 3405); 1943 in Reinhardsbrunn (Katalog 1943, Bl. 45); das Bild gehörte zu den 5 Ölskizzen von Rubens, die nach Coburg ausgelagert worden waren (lt. Übergabeprotokoll im März 1945) und von dort nicht wieder nach Gotha zurückkamen. Bei einem Besuch der Rubens-Ausst. in Antwerpen 1977 entdeckte der ehem. Direktor eine der seit 1945 aus Gotha vermißten Ölskizzen von Rubens 'St. Augustinius'. Als Besitzer der Ölskizzen war in der Ausstellung die Stiftung Sammlung E.G. Bührle, Zürich, angegeben. Die Skizze kaufte Bührle 1953 von einem Züricher Kunsthändler, der wiederum die Skizze in New York (seit 1952 in den E. & A. Silberman Galleries) erworben hatte. Eine Herausgabeforderung des Gemäldes durch Gotha wurde 1977 durch den Rechtsanwalt Emil Blättler, der als Rechtsanwalt die Stiftung vertrat, abgelehnt.
Auslagerungsort
Auslagerungsort
Literatur / Quelle
SSFG, SM, Archiv, Akte 126; Inventar 1826 (Verzeichnis), Abt. V, Nr. 17; Inventar 1854 Schneider, Abt. IV, Nr. 49; SSFG, SM, Archiv, Akte 3405 (1935); Katalog 1943, Bl. 45; ThHStA-Weimar, Thüringisches Ministerium für Volksbildung und Justiz, Abteilung Volksbildung in Weimar über Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha’sche Stiftung für Kunst und Wissenschaft, C 1624 (Übergabeprotokoll März 1945 Coburg); Verlustdokumentation Neumeister
Veröffentlicht seit
Kontakt
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Position
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