Teapot
Por. 384 a/f (Mannheimer)
Mü 1560/2
359 (?) (Muller & Cie)
aus Sechs Teile aus einem Frühstücksservice; Schnorr von Carolsfeld: bestehend aus Teekanne mit Deckel, Rahmtopf mit Deckel, zwei übereinstimmenden gedeckelten Wochenterrinen mit Untersätzen, einer gedeckelten Wochenterrine auf drei Füßen mit Untersatz und einem henkellosen Koppchen mit Untertasse. Die Teekanne in gedrückter, nach oben stark verjüngter Kugelform, mit Ringfuß, wulstförmiger Mündung, steilem geschwungenem Ausgußrohr, S-förmigem Volutenhenkel, hochgewölbtem Deckel mit flachem Rand und zugespitztem Pilzknauf. Der Rahmtopf in bauchiger Form mit flachem Boden, drei Klauenfüßen, Wulstrand, S-förmig geschwungenem Volutenhenkel und versenktem, flach gewölbtem Deckel mit abgeschrägtem Pilzknauf. Die beiden gleichartigen Wochenterrinen mit gerader, unten eingezogener Wandung, Ringfuß, zwei dreifach geknickten Vierkanthenkeln und flach gewölbtem, übergreifendem Deckel mit drei traubenförmigen Knäufen als Füßen. Die Untersätze in Form von Untertassen mit Ringfüßen: Die dritte Wochenterrine mit schräg nach unten verjüngter und abgerundeter Wandung, abgesetztem Fußring, drei kurzen gekrümmten Füßen in Koroform, zwei rechteckigen Vierkanthenkeln, breitem Rand, flach gewölbtem Deckel mit breitem, flachem Rand und profiliertem Kugelknauf. Der Untersatz in Tellerform mit Ringfuß. Vgl. andere Nummer 230-234 (Schnorr von Carolsfeld).
1. Die Teekanne (229). Auf der Leibung zwei Breitbilder mit bunten Chinesenfiguren in geschweiften goldenen Bandrahmen, die seitlich von Pfeil- und Punktreihen begleitet werden. Der übrige Grund dicht überzogen von einem Netz vielfach verschlungenen und scharf gebrochenen goldenen Bandornaments mit kleinen Perlschnüren. Neben dem Ausgußrohr Gitterfelder. In den Bildfeldern: a) Chinesen beim Formen, Bemalen und Brennen von Porzellangefäßen (das Motiv nach Meißener Vorbild; der Muffelofen mißverstanden als Etagere wiedergegeben), b) Links zwei Chinesen mit Waage bzw. Tabakspfeife um einen brodelnden Kessel; rechts ein dritter Chinese, der eine Fahne über der rechten Schulter trägt und ein Fabeltier an der Leine führt. Der Deckel entsprechend bemalt. In den Bildfeldern je ein Tisch mit Blumenkorb und Paradiesvogel. Henkel, Ausgußrohr, Hals, Ringfuß, Deckelrand und Knauf vergoldet.
Muller & Cie: Teekanne mit polychromen Dekor und zwei Reserven mit chinesischen Szenerien. Rahmung und Bordüre in Gold. [ohne Angabe der Provenienz Oppenheimer]
Lit.:
• Julius Schnorr von Carolsfeld: Sammlung Margarethe und Franz Oppenheimer: Meissener Porzellan. Berlin 1927.
• US – NARA, RG 260. M1946. Administrative records, correspondence, denazification orders, custody receipts, property cards, Jewish restitution claim records, property declarations, and other records from the Munich CCP. Roll 145. Restitution Research Records. Mannheimer Collection: Catalog, Volume II.
• US - NARA, RG 260. M1946. Photographs of art objects stolen by the Nazis from the Linz Museum and other collections in Europe. Roll 276-281. Photographs Taken by the Munich Central Collecting Point, OMGUS, of Artworks Appropriated by Germany during World War II.
• Porselein-Mannheimer bestemd voor de verkoop. In: NL - HaNA, 2.08.42. - SNK, Stichting Nederlands Kunstbezit, Nr. 565 - Stukken betreffende de verkoop van kunstvoorwerpen die behoren tot de Mannheimer collectie op de veiling van 14 oktober 1952, 1952.
• Frederick Muller & Cie:Catalogue de tableaux, antiquités, objets d'art provenant de la collection du Dr. F. Mannheimer, 14.-21.10.1952. Amsterdam 1952.
Sammlung Dr. Franz und Margarethe Oppenheimer, Berlin und Wien, - 1927 - 1938 (um) -
Sammlung Dr. Fritz Mannheimer, Amsterdam 1938 (um) -
sichergestellt durch Dienststelle Mühlmann für Sonderauftrag Linz, 1941 -
CCP München
Restitution an die Niederlande, Amsterdam
Rijksmuseum Amsterdam
Auktion Muller & Cie, Amsterdam 14.-21.10.1952, Lot 359 (?)