Bowl
Shape type: Rectangular
Depiction: Foliage, Baroque strap work, Shell, Fruit;
Findings: On the outside of the margin of one longitudinal side: Master's mark 'VIS in uneven transverse oval', for Johann Viktor Schordler (Meister 1720, died 1753); engraved year letter "H" in square (with rounded corners), for the year 1744; Hallmark 'Cross under crown', for Königsberg; Mark for 13 soldered silver, ca. 1720-1745. On the underside of the bottom: manuscript with red color "39/134" (Inv. No. of the Bavarian National Museum)./A.G., 2018
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Ankauf (nach Zwangsablieferung von Silber)
1939 Ankauf durch das Bayerische Nationalmuseum vom Städtischen Leihamt München. 1961 Abgabe vom Bayerischen Nationalmuseum an die Finanzmittelstelle München des Landes Bayern (als Vertretung des Landes Bayern in Rückerstattungssachen) zur Restitution an anspruchsberechtigte Personen. 1969 Rückgabe an das Bayerische Nationalmuseum durch die Bezirksfinanzdirektion München, da keine anspruchsberechtigte(n) Person(en) ermittelt bzw. keine Ansprüche geltend gemacht werden konnte(n). 1969 nicht neu inventarisiert: 39/134.
Provenienzforschung: 1939 von Fritz (Friedrich) Schnell (1872 Augsburg - 1943 Theresienstadt) als Zwangsablieferung von Edelmetall (Silber) gemäß der "Dritten Anordnung auf Grund der Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden" vom 21.02.1939 an das Städtische Leihamt München: A[nkaufs]V[erzeichnis] 377. 1939 Ankauf durch das Bayerische Nationalmuseum vom Städtischen Leihamt München (Silberverwertungsstelle: AV 377) für RM 35,00.- (Silber: 105,0 g). Vorprovenienz unbekannt./A.G., 2018
Memorial: Friedrich (Fritz) Schnell (*Augsburg 09.09.1872) wurde am 23.07.1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert und dort am 01.02.1943 ermordet. Seine Ehefrau Emmy, geb. Gerstle (*Ulm 06.02.1860), verstarb (mit unbekannter Todesursache) am 05.03.1935 in München; sein älterer Bruder Emil Schnell (*Ulm 26.07.1859) beging am 11.01.1944 wegen drohender Deportation in Oberstdorf Suizid; sein jüngerer Bruder Hermann Schnell (*Ulm 28.12.1860) und dessen Ehefrau Rosa, geb. Gunz (*Augsburg 06.07.1875), wurden am 23.07.1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo Hermann Schnell am 17.12.1942 und Rosa Schnell am 23.10.1942 ermordet wurden. [in: "Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945"]./A.G., 2019
Staatliche Museumsagentur Bayern
Referat für Provenienzforschung
Landshuter Allee 8
80637 München
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