Candlestick
Depiction: Lion's paw, Medusa head;
Associated with / counterpart to Inv.-No. 64/33
Findings: On the upper side of the base plate: Maker's mark 'HB in transverse rectangle (rounded off)', for Johann Heinrich Busch (master 1803, died 1839); Hallmark 'Pyr over G in high oval', for Augsburg, 1821-1822. On the underside of the base plate: handwritten with white color "No. 104" (?) (Unknown numbering system, see BNM Inv. No. 64/33); handwritten with red color "64/32" (Inv. No. of the Bavarian National Museum)./A.G., 2018
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Ankauf (nach Zwangsablieferung von Silber: zusammen mit BNM Inv.-Nr. 64/33)
1939 Ankauf durch das Bayerische Nationalmuseum vom Städtischen Leihamt München. 1961 Abgabe vom Bayerischen Nationalmuseum an die Finanzmittelstelle München des Landes Bayern (als Vertretung des Landes Bayern in Rückerstattungssachen) zur Restitution an anspruchsberechtigte Personen. 1964 Rückgabe an das Bayerische Nationalmuseum durch die Finanzmittelstelle München, da keine anspruchsberechtigte(n) Person(en) ermittelt bzw. keine Ansprüche geltend gemacht werden konnte(n). 1964 neu inventarisiert: 64/32 = 39/170.
Provenienzforschung: 1939 von Oscar (Oskar) Grünhut (1874 Regensburg - 1943 Theresienstadt) und seiner Ehefrau Eugenie (Jenny) Grünhut, geb. Rosenthal (1887 Würzburg - 1942 Theresienstadt), als Zwangsablieferung von Edelmetall (Silber) gemäß der "Dritten Anordnung auf Grund der Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden" vom 21.02.1939 - zusammen mit BNM Inv.-Nr. 64/33 - an das Städtische Leihamt München: A[nkaufs]V[erzeichnis] 1415 = Nr. 878 der Ankaufsstelle des Städtischen Leihamts München ("Verkauf von Kunst- und Seltenheitswerten aus jüd[ischen] Silberbeständen an das Bay[erische] Nationalmuseum, München", vom 25.01.1940; BNM-Dok. 200). 1939 Ankauf durch das Bayerische Nationalmuseum vom Städtischen Leihamt München (Silberverwertungsstelle: AV 1415/Nr. 878) für RM 17,50.- (Silber: 250,0 g). Vorprovenienz unbekannt./A.G., 2018
Memorial: Oscar (Oskar) Grünhut (*Regensburg 19.10.1874) wurde zusammen mit seiner Ehefrau Eugenie (Jenny) Grünhut, geb. Rosenthal (*Würzburg 24.09.1887), am 29.07.1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert und dort am 11.05.1943 ermordet; seine Ehefrau war dort bereits am 01.09.1942 ermordet worden. Ihre Tochter Therese (Reserl) Rosa Hirsch, geb. Grünhut (*München 14.10.1910), konnte zusammen mit ihrem Ehemann Ernst Hirsch (*München 28.02.1902) im Januar 1939 nach den USA emigrieren, wo sie den Familiennamen Hirst annahmen; ihr älterer Sohn Fritz Grünhut (*München 05.04.1908), später Fred S. Gruen, konnte im Mai 1940 nach den USA und ihr jüngerer Sohn Walter Grünhut (*München 27.11.1915), später Walter Greenhut, im Juli 1939 nach England emigrieren. [in: "Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945"]./A.G., 2019
Staatliche Museumsagentur Bayern
Referat für Provenienzforschung
Landshuter Allee 8
80637 München
Germany