Double cup
Findings: On the underside of the bottom of the one cup: Master's mark 'MF or IMF (ligated)', either for Johann Michael Federer (evidence Regensburg 1700-1738) or the gold and silver worker Johann Melchior Fedelmayer (evidence Regensburg 1722-1723 ), the assignment to the latter seems more likely due to the profession practiced; Hallmark 'Schlüssel (crossed) under G in a circle', for Regensburg, between 1700 and 1710; handwritten with black color "39/174" (Inv. No. of the Bavarian National Museum). On the inside of the bottom of the other cup: handwritten with black color "39/174" (Inv. No. of the Bavarian National Museum)./A.G., 2018
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Ankauf (nach Zwangsablieferung von Silber)
1939 Ankauf durch das Bayerische Nationalmuseum vom Städtischen Leihamt München. 1961 Abgabe vom Bayerischen Nationalmuseum an die Finanzmittelstelle München des Landes Bayern (als Vertretung des Landes Bayern in Rückerstattungssachen) zur Restitution an anspruchsberechtigte Personen. 1969 Rückgabe an das Bayerische Nationalmuseum durch die Bezirksfinanzdirektion München, da keine anspruchsberechtigte(n) Person(en) ermittelt bzw. keine Ansprüche geltend gemacht werden konnte(n). 1969 nicht neu inventarisiert: 39/174.
Provenienzforschung: 1939 von Fanny Feust, geb. Sulzbacher (1900 Frankfurt a.M. - 1940 London), als Zwangsablieferung von Edelmetall (Silber) gemäß der "Dritten Anordnung auf Grund der Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden" vom 21.02.1939 an das Städtische Leihamt München: A[nkaufs]V[erzeichnis] 1491 = Nr. 1121 der Ankaufsstelle des Städtischen Leihamts München ("Verkauf von Kunst- und Seltenheitswerten aus jüd[ischen] Silberbeständen an das Bay[erische] Nationalmuseum, München", vom 25.01.1940; BNM-Dok. 200). 1939 Ankauf durch das Bayerische Nationalmuseum vom Städtischen Leihamt München (Silberverwertungsstelle: AV 1491/Nr. 1121) für RM 30,00.- (Silber: 150,0 g). Vorprovenienz unbekannt./A.G., 2018
Memorial: Fanny Feust, geb. Sulzbacher (*Frankfurt a.M. 24.04.1900), konnte zusammen mit ihren Schwägerinnen Pauline Silbermann, geb. Feust (*München 07.10.1889), und Therese Salomon, geb. Feust (*München 30.09.1894), nach England (London) emigrieren, wo sie am 23.09.1940 verstarb. Ihr Ehemann Dr. jur. Karl Feust (*München 01.05.1887) wurde am 10.11.1938 in das Konzentrationslager Dachau deportiert und dort am 25.11.1938 ermordet; ihre Schwägerin Amalie Bodenheimer, geb. Feust (*München 26.10.1888), wurde am 24.03.1942 von Darmstadt aus in das Konzentrationslager Piaski deportiert und dort zu unbekanntem Zeitpunkt ermordet; ihre Schwägerin Luise Bodenheimer (*München 20.01.1891) konnte nach Palästina emigrieren, wo sie 1982 verstarb. [in: "Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945"]./A.G., 2019
Staatliche Museumsagentur Bayern
Referat für Provenienzforschung
Landshuter Allee 8
80637 München
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