Koppchen
Findings: On the underside of the floor: master mark 'Rust (?)iIn shield', for Paulus I Attinger (Master 1698, died 1743); Hallmark 'Pyr', for Augsburg, 1695-1699; engraved monogram "JP"; assayer's mark (Tremolierstich). On the outside of the wall, below the upper edge: manuscript with white color "39/163" (inv.no of the Bavarian National Museum)./A.G., 2018
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Ankauf (nach Zwangsablieferung von Silber)
1939 Ankauf durch das Bayerische Nationalmuseum vom Städtischen Leihamt München. 1961 Abgabe vom Bayerischen Nationalmuseum an die Finanzmittelstelle München des Landes Bayern (als Vertretung des Landes Bayern in Rückerstattungssachen) zur Restitution an anspruchsberechtigte Personen. 1969 Rückgabe an das Bayerische Nationalmuseum durch die Bezirksfinanzdirektion München, da keine anspruchsberechtigte(n) Person(en) ermittelt bzw. keine Ansprüche geltend gemacht werden konnte(n). 1969 nicht neu inventarisiert: 39/163.
Provenienzforschung: 1939 von Mina Ackermann, geb. Sundheimer (1881 Regensburg - ? Auschwitz), und ihrem Ehemann Adolf Ackermann (1875 Aidhausen - 1942 Theresienstadt) als Zwangsablieferung von Edelmetall (Silber) gemäß der "Dritten Anordnung auf Grund der Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden" vom 21.02.1939 an das Städtische Leihamt München: A[nkaufs]V[erzeichnis] 1527 = Nr. 1193 der Ankaufsstelle des Städtischen Leihamts München ("Verkauf von Kunst- und Seltenheitswerten aus jüd[ischen] Silberbeständen an das Bay[erische] Nationalmuseum, München", vom 25.01.1940; BNM-Dok. 200). 1939 Ankauf durch das Bayerische Nationalmuseum vom Städtischen Leihamt München (Silberverwertungsstelle: AV 1527/Nr. 1193) für RM 11,00.- (Silber: 55,0 g). Vorprovenienz unbekannt. /A.G., 2018
Memorial: Adolf Ackermann (*Aidhausen 24.08.1875) wurde am 16.07.1942 zusammen mit seiner Ehefrau Mina Ackermann, geb. Sundheimer (*Regensburg 20.01.1881), in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo er am 10.09.1942 ermordet wurde; Mina Ackermann wurde von Theresienstadt aus am 18.05.1944 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort zu unbekanntem Zeitpunkt ermordet. Ihre Tochter Lotte Weigl (*München 04.11.1914), ihr Bruder Siegfried Sundheimer (*Regensburg 30.01.180) und ihr Schwiegersohn Dr. med. Erwin Weigl (*München 27.08.1908) wurden am 20.11.1941 nach Kaunas deportiert und dort am 25.11.1941 im Fort IX ermordet. Erwin Weigls Eltern, Richard Weigl (*Brünn 22.09.1872) und Paula Hedwig Weigl, geb. Strauss (Neuburg a.d. Donau 17.03.1882), wurden am 16.07.1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo Richard Weigl am 08.10.1942 ermordet wurde; Paula Weigl wurde von Theresienstadt aus am 18.12.1943 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort wohl unmittelbar nach der Selektion an der Rampe ermordet; Rosa Fleischmann, geb. Ackermann (*Aidhausen 12.06.1873), die Schwester von Adolf Ackermann, konnte im Juli 1939 nach den USA (Chicago) emigrieren, dessen Bruder Rudolf Ackermann (*Aidhausen 28.12.1881) im Dezember 1937 nach Luxemburg, später nach Brasilien (São Paulo). [in: "Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945"]./A.G., 2019
Staatliche Museumsagentur Bayern
Referat für Provenienzforschung
Landshuter Allee 8
80637 München
Germany