Suchmeldung | Einzelobjekt
Apoll und Marsyas
Lost Art-ID
222115
Titel
Apoll und Marsyas
Datierung
1451/1475
Objektart
Objektgruppe
Material / Technik
Metall (Bronze) / gegossen ; vergoldet
Breite
3,30 cm
Tiefe
4,10 cm
Inventarnummer
1913032
Beschreibung
Ovale Plakette, oben und an den beiden Seiten Durchbohrungen. Links sitzt der an einen kahlen Baum gefesselte Marsyas, rechts steht Apoll mit der Kithara im Arm. Zwischen ihnen kniet Marsyas' Schüler Olympos und fleht den Gott um Erbarmen an. Die Plakette wurde dem berühmten antiken Karneol des Dioskurides nachgebildet, der früher im Besitz des Lorenzo de' Medici war und sich jetzt im Museo Nazionale von Neapel befindet (Gori I, 66, 9 / Mariette I, Nr. 13 = Reinach 1895, Tafeln 32/84; Furtwängler 1900, Tafel XLII, Nr. 28). Der Stein wurde in der Renaissance oft kopiert, sowohl auf Gemmen (u. a. in der Bibliothèque Nationale in Paris und in der Ermitage in St. Petersburg) als auch auf Plaketten (Ricci hat acht verschiedene Typen angeführt). Er wurde um 1428 von Ghiberti mit einer (heute verlorenen) Goldfassung samt einer Inschrift versehen, die auch in einigen Plaketten überkommen ist. Ein Marmorrelief mit der Szene, das als eine Jugendarbeit Michelangelos angesehen wurde, war früher als Leihgabe in der Alten Pinakothek in München (Wilhelm Bode, Eine Marmorkopie Michelangelo's nach dem antiken Cameo mit Apoll und Marsyas, in: JKPKS 12, 1891, S. 167-170; Hans Mackowsky, Apollo und Marsyas, Michelangelos frühstes Werk, Leipzig 1929), heute befindet es sich in Washington. Die Szene erscheint auch auf der Rückseite der Medaille auf Nikolaus Schlifer des Boldù von 1457 (Hill 1930, Nr. 418), auf der Rückseite einer Gemme mit dem Bildnis Papst Pauls II. von 1468 im Museo Correr in Venedig und auf einem Medaillon der Porta Stanga (um 1496) im Louvre in Paris.
Provenienz
Kauf von Panerai, Florenz,Permanente Ausstellung 1929-etwa 1943
Veröffentlicht seit
Kontakt
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