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Lost Art-Datenbank - Deutsches Zentrum Kulturgutverluste

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Suchmeldung | Einzelobjekt

Inrō mit Gurilack

Lost Art-ID
593259
Hersteller/Künstler:in
Unbekannt (Japanisch)
Titel
Inrō mit Gurilack
Datierung
1603-1868 (Edo-Zeit)
Objektart
Behältnis
Objektgruppe
Kunsthandwerk / -gewerbe
Material / Technik
Holz ; Lack (Chinalack) / lackiert (Guri)
Höhe
8,00 cm
Inventarnummer
Inro 03 / Lepke 287
Beschreibung
Inro (beschädigt), mit Knopfnetsuke; da keine Abildung bekannt ist, gibt uns nur die Technik "Gurilack" einen Hinweis zur Beschreibung. Wörtlich übersetzt bedeutet das japanische Wort "guri" = "Bogen"/"Kreis" und bezieht sich auf spezielle geschnitzte Lacke mit abstrakt-geometrischem Dekor. Das Trägermaterial Holz wird zur Herstellung dieses Dekors zunächst mit einer Folge von Lackschichten in rhythmischen Farbwechsel versehen. Das wechselnde Farbenspiel der übereinander aufgetragenen Lackschichten wird zumeist von Rot, Schwarz und Ocker beherrscht. Die eigentliche Faszination und Kunst liegt in dem anschließend gesetzten V-förmigen Schnitt, mit dem der Künstler das Dekormotiv in den vielschichtigen Lack schneidet und dadurch die Polychromie des Lackaufbaus zur Geltung bringt (Lackmuseum Münster).
Bestand
Inros und Netsukes
Provenienz

Sammlung Eduard Fuchs, erworben zwischen 1912–1925 und in dessen Besitz bis 1933; 25.10.1933 Beschlagnahmung durch die Gestapo; zwangsweiser Verkauf (Zahlung Reichsfluchtsteuer) 1937 durch seine Tochter Gertraud Fuchs: Versteigerung Auktionshaus Rudolph Lepke Berlin, Katalog 2115 - am 15.10 und am 16.10.1937 wurde diese Kleinplastik unter Nr. 287 versteigert: „INRO: Gurilack, geschnitten, mit Knopfnetsuke. 8 cm. Japan. (Beschädigt)“.

Laut annotiertem Lepke-Katalog (Kunsthistorische Bibliothek, Den Haag) von der Kunsthändlerin Lena Bodenheim [Kurfürstendamm 66, Berlin W 15 (Charlottenburg). Unter dieser Adresse agierte auch ihr Mann Adolf Bodenheim als Kommissionär des Auktionshauses Lepke] ersteigert für 11,- RM (Kein Schätzpreis). Die Protokollabschrift der Versteigerung 2115 bei der Reichskammer für bildende Künste vermerkt maschinenschriftlich die Käuferin „L. Bodenheim“ und bestätigt den Preis von 11,- RM (Landesarchiv Berlin, A Rep. 243-04 Reichskammer für bildende Künste – Landesleitung Berlin); Verbleib unbekannt

Literatur / Quelle
Rudolph Lepke's Kunst-Auctions-Haus, Berlin: Ostasiatische Kunst, Sammlung F., Berlin: Plastik, Porzellane, Fayencen, Lackarbeiten, Inro, Holzarbeiten, Wandschirme, Malereien, Textilien, Bronzen, Stichblätter u. a. ; 15. [und] 16. Oktober 1937 (Katalog Nr. 2115)
Veröffentlicht seit
21.01.2021
Ansprechpartner:in
Dr. Dipl. Journ. Ulrich Weitz
Position
Agentur für Kunstvermittlung
Tel
+49 (0) 711 7657184
E-Mail
weitz.kunst@gmail.com
Ansprechpartner:in
Dr. Sabine Rudolph
Position
Rechtsanwältin
Tel
+49 (0)351 / 448 333-0
E-Mail
s.rudolph@steinmeier.eu
Verlustumstand gemeldet als
NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut
Suchmeldung, Privatperson

Fuchs, Eduard

Permalink auf diese Seite
http://www.lostart.de/de/Verlust/593259

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